Apple Wallet und Google Wallet: Was der Unterschied für Visitenkarten bedeutet
Beide Systeme können Karten speichern, verhalten sich aber unterschiedlich — besonders beim automatischen Aktualisieren. Was das im Alltag heißt.
Wenn eine digitale Visitenkarte im Wallet liegt, ist sie auch ohne Internet da — im Aufzug, im Keller, auf dem Messegelände mit überlastetem Netz. Das ist der eigentliche Grund für den Wallet-Pass, nicht die Optik.
Was beide gemeinsam haben
Beide speichern einen Pass mit Foto, Namen, Position und Kontaktdaten. Beide zeigen ihn ohne Entsperren der App an. Und beide können den Pass aktualisieren, wenn sich die hinterlegten Daten ändern — das ist der Punkt, an dem eine digitale Karte der gedruckten überlegen ist.
Wo sie sich unterscheiden
Drei Unterschiede fallen im Alltag auf:
- Aktualisierung: Apple holt Änderungen über einen eigenen Benachrichtigungsdienst, meist innerhalb von Minuten. Bei Android hängt der Zeitpunkt stärker vom Gerät und dessen Energiespar-Einstellungen ab — dort kann es länger dauern.
- Ortsbezug: Apple kann einen Pass auf dem Sperrbildschirm anzeigen, wenn man sich an einem hinterlegten Ort befindet. Für Visitenkarten ist das selten nützlich, für Veranstaltungen manchmal schon.
- Verbreitung: In Deutschland ist Android verbreiteter, in vielen Geschäftsumfeldern dagegen das iPhone. Wer nur eines von beidem unterstützt, schließt einen erheblichen Teil aus.
Was das für die Auswahl bedeutet
Eine Lösung sollte beide bedienen, ohne dass der Nutzer entscheiden muss, welches System er hat. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Manche Anbieter liefern nur einen Apple-Pass und verweisen Android-Nutzer auf einen Browser-Link.
Wichtiger als beide Systeme ist allerdings ein dritter Weg: Ihr Gegenüber soll Ihr Profil auch ohne Wallet öffnen können, einfach im Browser. Wallet ist das Bequeme, der Browser ist das Verlässliche.