Bildschirm, Abspielgerät, Software: Was Sie wirklich brauchen
Reicht ein Fernseher aus dem Elektromarkt? Brauche ich einen Extra-Rechner? Die Antworten auf die drei Fragen, die vor jeder Anschaffung stehen — mit den Fallstricken, die man erst im Betrieb merkt.
Die Technik hinter einem Info-Bildschirm ist überschaubar: ein Bildschirm, etwas das den Inhalt abspielt, und eine Software, die sagt was wann läuft. Trotzdem gehen die meisten Fehlkäufe auf genau diese drei Punkte zurück.
Reicht ein normaler Fernseher?
Kurz: für einen Versuch ja, für den Dauerbetrieb nein. Der Unterschied liegt in drei Punkten, die im Datenblatt eines Wohnzimmergeräts gar nicht vorkommen.
- Betriebsdauer: Fernseher sind für einige Stunden am Tag ausgelegt. Viele schalten sich nach vier bis sechs Stunden ohne Bedienung selbst ab — mitten im Betrieb.
- Helligkeit: In einem Schaufenster mit Tageslicht ist ein Fernseher schlicht zu dunkel. Professionelle Displays leuchten deutlich stärker.
- Einbrennen: Ein feststehendes Element — eine Logoleiste, ein Laufband — hinterlässt auf manchen Fernsehern nach Monaten einen bleibenden Schatten.
Brauche ich ein zusätzliches Abspielgerät?
Das kommt darauf an, was der Bildschirm mitbringt. Professionelle Displays haben in aller Regel einen eingebauten Browser. Dann tragen Sie dort einmal eine Adresse ein, und das war es — kein zusätzliches Gerät, kein weiteres Kabel, keine zweite Fehlerquelle.
Bringt der Bildschirm keinen Browser mit, genügt ein kleiner Rechner dahinter. Ein Mini-PC mit Windows reicht völlig; er muss nichts weiter können, als einen Browser im Vollbild anzuzeigen.
Ein Hinweis aus der Praxis: Weniger Geräte bedeuten weniger Ausfälle. Jedes zusätzliche Kästchen hinter dem Bildschirm ist eines, das ein Netzteil braucht, warm wird und irgendwann ausfällt — meist am Freitagnachmittag.
Was die Software leisten muss
Drei Dinge entscheiden im Alltag, und keines davon steht in den Werbetexten weit oben:
- Sehen Sie, ob ein Bildschirm läuft? Ohne regelmäßiges Lebenszeichen merken Sie einen Ausfall erst, wenn ein Kunde davorsteht.
- Können Sie zeitlich planen? Alles, was von Hand ein- und ausgeschaltet werden muss, wird irgendwann vergessen.
- Kommen Sie an Ihre Inhalte wieder heran? Wer Bilder nur hochladen, aber nicht zurückholen kann, sitzt beim Anbieterwechsel fest.
Hochkant oder quer?
Quer ist der Normalfall und passt zu fast allen Inhalten. Hochkant lohnt sich dort, wo der Platz schmal ist — im Schaufenster neben der Tür, in einem Flur, im Foyer neben dem Aufzug.
Entscheiden Sie das vor dem Kauf: Die Halterung ist zwar meist drehbar, aber die Inhalte sind es nicht. Ein für Querformat gebautes Layout sieht hochkant gestaucht aus, und alles muss neu gesetzt werden.